Wir stehen für inklusive Stadtentwicklung
Gemeinsam mit dem Behindertenbeirat der Stadt Stadthagen und dem Blindenverband Niedersachsen hat die SPD Stadthagen einen Aktionstag für Inklusion und barrierefreie Stadtentwicklung veranstaltet. Mithilfe von Blindenbrillen und Rollstühlen konnten die Teilnehmer dabei am eigenen Leib erfahren, welchen Herausforderungen sich Menschen mit körperlichen Einschränkungen tagtäglich stellen müssen. Insbesondere das Fehlen eines Blindenleitsystems in der Obernstraße - Menschen mit Sehbehinderung müssen sich hier an den Kanten der Regenrinne orientieren - und die steile Neigung der Rampe zum barrierefreien WC im Ratskeller wurden als Kritikpunkte ausgemacht. „Wir wollen eine Stadtentwicklung für alle. Deshalb müssen sich auch alle in unserer Stadt wohlfühlen. Dies gelingt mit einer inklusiven Stadtentwicklung“, so der stellv. Vorsitzende des Ortsvereins Tom Götz.
Sowohl Behindertenbeirat, als auch Blindenverband fanden aber auch lobende Worte für die neuen Pflastersteine in der Obernstraße, die im Vergleich zum bisherigen Kopfsteinpflaster eine deutliche Verbesserung im Hinblick auf die Barrierefreiheit darstellen.
Damit die Belange von Menschen mit Mobilitatseinschränkungen und Behinderungen zukünftig deutlich stärker in die Stadtentwicklung berücksichtigt werden, möchte die SPD Stadthagen nun einen Antrag zu diesem Thema in den Rat der Stadt einbringen. „Wir wollen insbesondere den Behindertenbeirat eng in die weitere Sanierung der Altstadt einbinden. Die Aktion des Ortsvereins hat uns noch einmal für das Thema sensibilisiert“, so der Fraktionsvorsitzende Jan-Philipp Beck. Konkret fordert die SPD dazu auf im Rahmen der Innenstadtsanierung taktile Leitsysteme zu verbauen, Fußgängerüberwege mit akustischen Signalen auszustatten und die Busse des Stadtverkehrs mit audiovisuellen Anzeigen auszurüsten.